Cybersecurity fühlt sich in vielen Unternehmen solide an – bis ein Sicherheitsvorfall das Selbstbild erschüttert: Die Studie „IT- & Cloud-Security 2027“ von COMPUTERWOCHE Research Services in Zusammenarbeit mit Lufthansa Industry Solutions zeigt, dass zwischen Selbsteinschätzung und Realität häufig eine Lücke klafft. Erfahren Sie außerdem in der Studie, wie KI-Agenten abgesichert werden und warum Sicherheit kein reines Technologie-Problem ist.
Studie IT- & Cloud-Security 2027: Technologie allein macht Unternehmen nicht sicher
Größere Vorfälle trotz vermeintlich gutem Cyberschutz
81 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Qualität ihres Cyberschutzes mit mindestens sechs von zehn Punkten. 24 Prozent halten ihn sogar für sehr gut oder erstklassig. Das spricht für ein ausgeprägtes Vertrauen in die eigene Sicherheitslage.
Die operative Bilanz fällt deutlich nüchterner aus: 47 Prozent berichten von mindestens einem schweren IT-Sicherheitsvorfall in den vergangenen zwei Jahren. Zwischen gefühltem und tatsächlichem IT-Sicherheitsreifegrad klafft eine beachtliche Lücke.
KI-Agenten verbreiten sich schneller als ihre Sicherheitskontrollen
59 Prozent der Unternehmen setzen KI-Agenten bereits ein oder planen ihren Einsatz konkret. Zugleich nennen 54 Prozent mögliche Datenlecks als Hauptbedenken, 36 Prozent fürchten Kontrollverlust durch eigenständig handelnde Agenten.
Die Kontrollmechanismen halten nicht Schritt: Nur 23 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen haben eine vollständige Übersicht über eingesetzte KI-Tools. Klare Richtlinien für KI-Agenten gibt es bei 34 Prozent, und lediglich 29 Prozent können deren Aktionen jederzeit nachvollziehen. Damit wird KI-Sicherheit zur Governance-Aufgabe – nicht allein zur technischen Disziplin.
- Wie Unternehmen KI-Agenten absichern
- Wer in Unternehmen die Verantwortung für IT Security trägt und wer an Entscheidungsprozessen beteiligt ist
- Wie groß IT-Verantwortliche die Gefahr für Industriespionage, Ransomware oder Angriffe auf die Supply Chain einschätzen
- Wie gut Unternehmen Ihre Cloud-Sicherheit überwachen
- In welche Security-Bereichen Unternehmen investieren wollen – und welche Rolle Schulungen dabei spielen

- Selbstbild und Vorfallbilanz klaffen auseinander
81 Prozent bewerten ihren Cyberschutz mit mindestens sechs von zehn Punkten. Gleichzeitig hatten 47 Prozent in den vergangenen zwei Jahren mindestens einen schweren IT-Sicherheitsvorfall. - Cloud-Nutzung wächst schneller als die Kontrolle
70 Prozent nutzen Cloud-Services, weitere 23 Prozent planen die Einführung. Doch nur 30 Prozent überwachen Cloud-Konfiguration, Inhalte und SaaS-Dienste sehr detailliert und vollständig. - KI verändert die Security-Prioritäten
51 Prozent erwarten, dass der Schutz vor KI-gesteuerten Angriffen deutlich relevanter wird. Verpflichtende Security-Trainings rund um künstliche Intelligenz bieten jedoch erst 37 Prozent an.
