Die Zahl der Störungsereignisse in globalen Lieferketten ist im Jahresvergleich zuletzt um 38 Prozent gestiegen. In der Luftfahrt gehört das kurzfristige Reagieren auf verschiedenste Störungen zum Tagesgeschäft. Ein neues Whitepaper von Lufthansa Industry Solutions (LHIND) erläutert, welche Prinzipien sich auf industrielle Lieferketten übertragen lassen. Beispiele aus der Automotive-Branche zeigen, wie in der Luftfahrt erprobte digitale Lösungen auch dort helfen, Risiken früher zu erkennen, Auswirkungen schneller zu bewerten und die Lieferfähigkeit zu sichern.
Norderstedt, 14. Oktober 2026 – Flugpläne, Crews, Wartungsintervalle und Flughafenkapazitäten greifen eng ineinander. Selbst kleine Störungen innerhalb dieses Systems werden schnell teuer. Fluggesellschaften überwachen Risiken deshalb kontinuierlich, bereiten Szenarien und Alternativen vor und entscheiden auf Basis aktueller Daten. Bei der Lufthansa bündelt beispielsweise ein 24/7-Control-Tower operative Daten, Warnungen und Handlungsoptionen zu einem gemeinsamen Lagebild.
Das LHIND-Whitepaper „Impulse aus der Luftfahrt: So werden Lieferketten krisenfest“ zeigt, wie sich dieser Ansatz auf die Industrie übertragen lässt. Dazu müssen Unternehmen Daten aus den Bereichen Einkauf, Logistik, Lager, Produktion und Qualitätssicherung verknüpfen. So erkennen sie nicht nur eine verspätete Lieferung, sondern auch deren Folgen. Welche Produktion ist betroffen? Welche Bestände lassen sich umleiten? Welche alternative Route ist möglich oder welcher zusätzliche Lieferant steht bereit?


