„Ich bin Wegbereiterin für Ideen“ –
Innovationsmanagerin Kristina Haars im Gespräch

Innovative Ideen fördern – das ist Kristina Haars’ Leidenschaft. Als Innovationsmanagerin ist sie die richtige Ansprechpartnerin für ihre Kolleginnen und Kollegen, wenn es darum geht, Ideen zu präsentieren, weiterzuentwickeln und neue Arbeitsmethoden zu etablieren.

Für welchen Bereich sind Sie als Innovationsmanagerin bei Lufthansa Industry Solutions zuständig?

Meine Position wurde geschaffen, um bei Lufthansa Industry Solutions Innovationen übergreifend koordinieren zu können. Denn in unseren verschiedenen Business Units führen wir viele innovative Projekte bei unseren Kunden durch. Um diese ganzen innovativen Ideen sichtbar zu machen, sollte ein passender Rahmen geschaffen werden. Ich bin sozusagen Wegbereiterin für Innovationen und mein Ziel ist es, unsere „Innovations-Fitness“ zu steigern.

Wichtig dabei ist: Nicht ich bin verantwortlich für Innovationen, sondern alle Mitarbeiter sind es. Ich gebe ihnen lediglich die richtigen Werkzeuge an die Hand, um innovativ zu handeln und sich einzubringen. Hierfür haben wir zum Beispiel vor ein paar Monaten die Innovationsmanagement-Plattform Mydea eingeführt und den entsprechenden organisatorischen und methodischen Rahmen geschaffen. Das Besondere daran ist, dass wir dort nach dem Crowdfunding-Prinzip Ideen fördern und durch unseren Innovationsprozess bringen – obwohl ich mich mit dem Begriff Prozess im Kontext des Innovationsmanagements schwer tue. Ich würde es eher als Methodik oder Methodologie bezeichnen, die je nach Bedarf angepasst wird.

Die Geschäftsleitung stellt ein Budget zur Verfügung, das wir zunächst als virtuelles Geld auf alle unsere Mitarbeiter verteilen. Diese dürfen dann ihr Budget mithilfe dieser Plattform auf Ideen setzen, die sie als wichtig oder zukunftsträchtig erachten, und können diese Vorschläge auch miteinander diskutieren. Pro Idee müssen über die Plattform 1.000 Euro eingesammelt werden, um sie auf die nächste Stufe zu bringen. Wurde die 1.000-Euro-Marke erreicht oder überschritten, wird mit diesem Geld real ein Workshop abgehalten und die Idee weiterentwickelt. Erst nach dem Workshop gehen die Ideen in einen Pitch vor unser Management.

So können alle bei dem Innovationsprozess mitmachen, ob als Ideengeber, Unterstützer oder Workshop-Teilnehmer. Ideen werden groß, wenn man sie gemeinsam in interdisziplinären Teams weiterspinnt. Im ersten Schritt entscheiden also die Kolleginnen und Kollegen gemeinsam, welche Ideen weiterkommen. Wir nutzen die Macht der Crowd, um die Sichtbarkeit und Wertschätzung der Ideen der Mitarbeiter zu garantieren. Darüber hinaus dienen die Workshops auch der besseren Vernetzung der Kollegen untereinander. Häufig werden sie zudem nach der Innovationsmethode „Design Thinking“ durchgeführt. Zu meinen Aufgaben als Innovationsmanagerin gehört auch, innovative Methoden unter den Kollegen zu verankern. Wenn sie in die Workshops kommen, lernen sie diese Methode kennen und können im Anschluss erste Elemente daraus bei der Arbeit mit den Kunden anwenden. Die Plattform Mydea ist also ein Stellhebel für unsere Innovationskultur.

Kristina Haars, Innovationsmanagerin bei LHIND Play
Kristina Haars, Innovationsmanagerin bei LHIND, ist Wegbereiterin für Ideen. Im Interview erzählt sie, worauf es dabei ankommt.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag als Innovationsmanagerin aus?

Ein großer Teil meines Alltags besteht darin, dass ich die Plattform Mydea promote, moderiere und weiter organisatorisch verankere. Ich beobachte, welche Ideen dort veröffentlicht werden, und überlege, wie und wo man diese einsetzen kann. Außerdem spreche ich viel mit den Kolleginnen und Kollegen, die Ideen eingereicht haben, und wir planen gemeinsam die Workshops. Einige Kollegen kommen, bevor sie ihre Idee auf der Plattform veröffentlichen, auch erst mal zu mir und fragen, ob sie Potenzial hat. Wir diskutieren dann, wie man die Idee auf der Plattform am besten präsentieren kann. Mir ist wichtig, dass die Kollegen wissen, dass meine Tür stets für sie offen ist und sie immer zu mir kommen können.

Ich tausche mich zudem regelmäßig mit den anderen Innovationsmanagern der Lufthansa Group darüber aus, wie wir gemeinsam Innovationsmethoden etablieren können. Aber ich vernetze mich auch mit Externen von anderen Unternehmen. Dafür habe ich zusammen mit meinem Kollegen Moritz Schellenberger und der Innovations-Kontaktstelle Hamburg einen Stammtisch für Innovationsmanager in Hamburg ins Leben gerufen. Entscheidend für ein erfolgreiches Innovationsmanagement ist die Öffnung als Unternehmen nach außen. Gerade bei Lufthansa Industry Solutions als Beratungsunternehmen geht es ja auch darum, mit externen Partnern oder Kunden innovative Lösungen für Probleme zu finden.

Mein Kollege Moritz Schellenberger und ich überlegen zurzeit gemeinsam, wie wir mit Start-ups zusammenarbeiten können. Wir hatten bereits ein paar Start-ups zu Besuch und haben sehr spannende Diskussionen geführt, wie wir voneinander profitieren und lernen können. Es gibt viele verschiedene spannende Aspekte, die ich in meiner Rolle als Innovationsmanagerin in die Wege leiten und begleiten kann.

„Mich hat es schon immer begeistert, wie man Prozesse und Methoden im Unternehmen mithilfe von Plattformen oder Tools unterstützen kann.“

Kristina Haars, Innovationsmanagerin

An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell? 

Ich bin gerade dabei, eine sogenannte „Fuckup Night“ für Lufthansa in Hamburg zu organisieren. Das kommt eigentlich aus der Start-up-Szene: Bei Veranstaltungen an Universitäten berichten Start-ups, woran sie gescheitert sind, und vor allem, was sie daraus gelernt haben. Bei Lufthansa hat sich vor einiger Zeit übergreifend eine Gruppe gebildet, die sich vorgenommen hat, die firmeninterne Fehlerkultur weiter zu fördern.

Bei der Fuckup Night von Lufthansa gehen beispielsweise Projektmanager auf die Bühne und berichten, woran ihr Projekt gescheitert ist. Im Vordergrund steht der Lerneffekt. So können die Kolleginnen und Kollegen, die im Publikum sitzen, für ihre eigenen Projekte etwas mitnehmen. Bei Lufthansa soll es sich so mit der Zeit etablieren, über Fehler noch offener zu sprechen und sich darüber auszutauschen. Unser Ziel ist es, halbjährlich an verschiedenen Standorten Fuckup Nights zu veranstalten. Die erste hat im November 2017 in Frankfurt stattgefunden und kam sehr gut an. Die nächste Fuckup Night ist in Hamburg geplant.

Praktikant (m/w) im Innovation Management

Das zentrale Innovation Management der Lufthansa Industry Solutions bündelt Innovationsaktivitäten und befähigt Mitarbeiter sowie Organisation zu Innovationen. Als Praktikant (m/w) im Innovation Management unterstützen Sie unser Ziel, langfristig die Innovationsfitness innerhalb des Unternehmens zu steigern und übergreifend einen Rahmen für Trends, Ideation, Vernetzung, Austausch, Transparenz, innovatives Mindset, Methoden und Open Innovation Management zu schaffen.

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Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um als Innovationsmanager zu arbeiten?

Ganz wichtig ist, Leidenschaft mitzubringen. Etwas bewegen zu wollen. Und man darf sich nicht davon abschrecken lassen, wenn mal Steine im Weg liegen, sondern muss am Ball bleiben. Außerdem ist es wesentlich, ein übergreifendes Verständnis von den Trends am Markt zu haben und sicher in der Handhabung mit innovativen Methoden zu sein. Man sollte im Umgang mit den Kollegen wertschätzend und immer offen für Neues sein. Entscheidend ist aber in erster Linie, an diesem Job und der Entwicklung von Innovationen Spaß zu haben und mit viel Herzblut dabei zu sein.

Was zeichnet Lufthansa Industry Solutions als Arbeitgeber aus?

Hier arbeiten viele verschiedene Kollegen, die unterschiedliche Erfahrungen mitbringen. Dadurch lernt man immer wieder andere Perspektiven kennen und es wird nie langweilig. Lufthansa Industry Solutions macht zudem viel für die Mitarbeiter. Beispielsweise werden häufig Mitarbeiter-Meetings veranstaltet, auf denen man sich untereinander austauschen kann und erfährt, welche Themen das Unternehmen beschäftigen – das finde ich spannend. Ich mag außerdem die flachen Hierarchien hier, man kann offen mit dem Management sprechen. Dadurch wird jeder einzelne Mitarbeiter wertgeschätzt.

Zur Person

Kristina Haars ist seit Ende 2016 bei Lufthansa Industry Solutions am Standort Norderstedt als Innovationsmanagerin beschäftigt. Es ist ihre Aufgabe, Innovationen zu fördern und übergreifend zu koordinieren. Zuvor war sie mehrere Jahre als IT-Beraterin tätig. Sie besitzt einen Masterabschluss in Wirtschaftsinformatik.

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