18. Mai 2018, Oldenburg
Unsere Industrie 4.0 Use Cases

Use-Case #1: Localization

Flurförderzeuge effizienter einsetzen

Wo sind meine Gabelstapler und was machen sie gerade? Das fragen sich viele Logistiker jeden Tag. Dabei gibt es einen Ausweg für diese Misere: Mit der Tracking-Lösung von Lufthansa Industry Solutions können Unternehmen die eigene Staplerflotte effizienter einsetzen. Ob aktueller Fahrzeugstandort oder Beladungsstatus – ein Tracker am Flurförderzeug ermöglicht eine umfassende Ist-Daten-Erfassung der Flotte in Echtzeit und sorgt für Transparenz und bessere Planbarkeit. Alle gesammelten Daten inklusive der Unterscheidung nach Last- und Leerfahrten, Beladungswechseln und Stillständen helfen Unternehmen dabei, Optimierungspotenziale zu identifizieren. Die Localization-Lösung basiert auf dem Lokalisierungssystem für die hochgenaue Ortung von Objekten im Nahbereich von Quuppa. Pilotpartner ist ZenoTrack.

Vorteile im Überblick:

  • Kostensenkung durch intelligentes Ressourcenmanagement
  • Transparenz und bessere Planbarkeit
  • Condition Monitoring durch Integration zahlreicher Sensoren
  • umfassende Ist-Daten-Erfassung in Echtzeit (in 2D und 3D)

Use-Case #2: Retrofit

Maschinen nachrüsten für die Industrie 4.0 – Digitalisierung im Baukastenprinzip

Produktionsabläufe verbessern, Bedienfehler verringern und Anlagen vorrausschauend warten: Diese Chancen eröffnet die Digitalisierung von Maschinen. Häufig erfüllen bestehende und ältere Anlagen jedoch nicht die Voraussetzung für ein ganzheitlich digitalisiertes und vernetztes Produktionssystem. Oder die Kosten sind zu hoch. Das ändert Lufthansa Industry Solutions mit ihrer Retrofit-Lösung. Damit können gerade kleine und mittlere Unternehmen sukzessive und nach eigenem Bedarf einzelne Komponenten der Produktionsstraße digitalisieren, sprich etwa mit Sensoren ausstatten und so die Produktionsabläufe optimieren oder Maschinen vorausschauend warten.

Vorteile im Überblick:

  • In Einzelschritten zur Industrie 4.0: Komponenten und Teilprozesse der Produktion digitalisieren
  • Kostenvorteil: Geringere Aufwendungen als bei einer kompletten Digitalisierung der Produktionsstraße
  • Früherkennung von Unregelmäßigkeiten, um Maschinenausfälle zu verhindern
  • nicht-invasive Integration von Sensoren, um einen vollen Maschinengesundheitsstatus zu erhalten

Use-Case #3: Mishandling Detection

Intelligente Überwachung von Containern und deren Ladung

Unsachgemäße Behandlung von Containern verursachen bei Logistikunternehmen jährlich hohe Kosten. Denn oftmals lässt sich nicht nachvollziehen, wo und durch wen der Schaden entstanden ist, weshalb die Versicherung die Kosten für Reparatur oder Austausch der beschädigten Container nicht übernimmt. Jettainer, der international führende Servicepartner für ausgegliedertes Lademittelmanagement, startet in Zusammenarbeit mit Lufthansa Industry Solutions einen Testbetrieb seines intelligenten Containers. Dieser soll jederzeit auffindbar und nachverfolgbar sein, eigenständig über Sensoren Erschütterungen und Beschädigungen sowie Temperaturveränderungen messen sowie Auskunft über seinen Zustand geben können. So ist eine weltweite Überwachung des Containers und seiner Ladung möglich. Zudem lassen sich hierdurch Wartungs- und Reparaturprozesse besser planen und beschleunigen, was zu einer Effizienzsteigerung führt.

Vorteile im Überblick:

  • Beschleunigung der Wartungs- und Steuerungsprozesse
  • Urheber von Schäden an den Lademitteln lassen sich durch die erhöhte Transparenz leichter feststellen
  • Folge: motiviert zu einem sachgerechten Umgang mit den Einheiten
  • Resultat: weniger Schäden und dadurch Kostenreduzierung

Use-Case #4: Damage Recognition

Künstliche Intelligenz (KI): Schadenserkennung verhindert Produktionsausfälle und Störungen von Logistikprozessen

Die Maschine warten, bevor sie ausfällt – so können Industrie und Logistik hohe Kosten vermeiden. Denn stehen die Maschinen still, kommt es zu Verzögerungen oder Produktionsausfällen. Moderne Sensortechnik, intelligente Datenanalyse und digitale Vernetzung sorgen dafür, Störungen und Ausfälle der Maschinen zu verringern. IoT-Maschinen melden laufend ihren Zustand und helfen, Wartungsintervalle zu optimieren und Verbesserungspotentiale in der Logistik und Produktion aufzuspüren. Lufthansa Industrie Solutions hat hierfür in Zusammenarbeit mit Salesforce eine IoT-Lösung entwickelt. Die KI-basierte Schadenserkennung überträgt Unregelmäßigkeiten automatisch als Vorfälle in die Salesforce-Service-Cloud und ermöglicht so unkompliziert eine vorausschauende Wartung.

Vorteile im Überblick:

  • Vermeidung von möglichen Störungen und drohenden Ausfällen von Maschinenkomponenten durch eine permanente Zustandsüberwachung und Datenauswertung
  • Planung des optimalen Wartungszeitpunkts
  • Optimierung der Produktionsabläufe und Kernprozesse in der Logistik
  • Kostenreduzierung

Use-Case #5: Drone Solutions

Condition-Monitoring-Lösung von Lufthansa Industry Solutions macht Business-Einsatz von Drohnen wirtschaftlich

Drohnen kommen in der Wirtschaft vermehrt zum Einsatz. Damit sich ihre Nutzung wirtschaftlich lohnt, muss ihr Ausfall möglichst geringgehalten und deshalb ihr Zustand kontinuierlich kontrolliert und überprüft werden. Die bisher eingesetzten Condition-Monitoring-Lösungen arbeiten mit Logdateien. So werden relevante Daten zwar während des Drohnen-Einsatzes protokolliert, können aber erst nach dem Flug ausgewertet werden. Mithilfe der SAP Cloud Platfom von SAP Leonardo hat Lufthansa Industry Solutions jetzt eine Software-Lösung für das Management von Drohnen-Flotten entwickelt, die ein Condition-Monitoring in Echtzeit ermöglicht. Die mit Sensoren ausgestatteten Drohnen melden während ihres Einsatzes sicherheitskritische Parameter wie Vibrationen, Temperatur oder Ströme an die Bodenstation, wo die Daten analysiert und im Anschluss direkt auf einem Dashboard visualisiert werden.

Vorteile im Überblick:

  • automatische Auslösung von Instandhaltungsmeldungen
  • frühzeitige Erkennung sich anbahnender Schäden
  • geringeres Risiko für Ausfall der Drohnen
  • Kostenreduzierung für Betreiber und dadurch erhöhte Wirtschaftlichkeit

Use-Case #6: Windpulse

Mobile Service App mit Backoffice-Lösung sorgt für effiziente Wartungsprozesse bei Windkraftanlagen

Immer mehr Offshore-Windparks gehen im Zuge der Energiewende ans Netz. Damit steigt allerdings auch der Wartungsaufwand bei Windkraftanlagen. Ein störungsfreier Betrieb der Anlagen wird jedoch auch angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks immer wichtiger. Denn nur, wenn die Windkraftanlagen störungsfrei laufen, kann der wirtschaftliche Betrieb sichergestellt und Ansprüche an Qualität, Sicherheit und die Nachweispflicht erfüllt werden. Lufthansa Industry Solutions hat die die Cloud basierte Plattform-Lösung Windpulse entwickelt, um Wartungsprozesse zu verschlanken, deren Dokumentation zu erleichtern und Prozesse zu optimieren. Die Software-Lösung „Windpulse4MRO“ besteht aus einer mobilen Service App, einer Backoffice Web App und nutzt die IoT-Plattform Microsoft Azure.

Vorteile im Überblick:

  • Bündelung aller erforderlichen Dokumente für die Wartung
  • die aktuellsten Informationen zum Wartungsauftrag auf einen Blick
  • Bearbeiten und Dokumentieren des Auftrags vor Ort via Tablet oder Smartphone
  • Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit bei auftretenden Problemen
  • Speicherung der Dokumente auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure
  • zusätzliche Backoffice-Lösung: Mitarbeiter im Büro erhalten in Echtzeit die Ergebnisse des Serviceteams vor Ort
  • Kostenreduzierung durch Prozessoptimierung

Use-Case #7: Virtual Reality

Blick in die Zukunft: Mit Virtual Reality den Autokauf fördern

Wenn es um eine größere finanzielle Anschaffung wie ein Auto geht, brauchen Kunden Entscheidungshilfen. Eine solche Hilfe bietet Virtual Reality (VR). Ein schönes Beispiel dafür ist der in Oldenburg entwickelte neue Konfigurator von VW. An zwei Bespielen wird gezeigt, wie sich künftig Kunden Ihren Traumwagen mithilfe der Virtual Reality entwerfen und als 3D-Modell erlebbar machen können. In dem „WebVR Showcase“ kann das Fahrzeug in fünf verschiedenen Konfigurationen angesehen werden, von sportlich bis elegant, ohne dass der Nutzer extra VR Hardware Zuhause benötigt. Der Showcase „3D Echtzeitrendering“ zeigt, wie auf einem iPad ein Automodell in Vollvarianz konfiguriert und so das Lieblingsauto des Kunden erstellt werden kann. Dieses Modell wird dann auf einem Server oder in der Cloud gerendert und dem Kunden – z.B. im Online-Konfigurator – per Browser dargestellt.

Vorteile im Überblick:

  • Realistische Produktpräsentationen ohne Vor-Ort-Präsenz
  • Verbesserung der Serviceleistung
  • Stärkung der Kaufentscheidung sowie Steigerung der Produktzufriedenheit
  • Keine extra VR Hardware für den Kunden nötig
  • Zur Nutzung ist keine App oder zusätzliches Plugin notwendig.
  • Trotz geringer Ressourcen auf einem Smartphone (schwache CPU/GPU) können hochqualitative und konfigurierbare Modelle angezeigt und erlebbar gemacht werden.

Use-Case #8:

Blockchain: Kaffeemaschine mit „Himberkuchen“

Nur wenige Unternehmen können bislang das Potenzial der Technologie Blockchain für das eigene Business absehen. Denn zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar – von der sicheren Abwicklung von Transaktionen bis zur Verifizierung von Originalteilen. Umso wichtiger ist es, jetzt den produktiven Einsatz der neuen Technologie zu erproben, um zu lernen und Raum für innovative Prozessideen zu schaffen. Die Blockchain-Kaffeemaschine zeigt im Kleinen, was mit der neuen Technologie möglich ist. Dazu haben die Entwickler der Lufthansa Industry Solutions eine herkömmliche Kaffeemaschine mit dem Minicomputer „Raspberry Pi“ („Himberkuchen“) verbunden und den Zahlungs- und Ausgabevorgang in einer Blockchain abgebildet. In einer App können sich die Kaffeeliebhaber einwählen und mit der Kryptowährung Ethereum ihren Kaffee bezahlen. Die Blockchain prüft den Vorgang auf Richtigkeit und löst automatisch die Ausgabe aus. Alle Einträge in der Kaffeemaschinen-Blockchain sind dann unwiderruflich, unveränderbar und für alle Teilnehmer einsehbar gespeichert.

Vorteile im Überblick:

  • Automatisierung von vertrauensvollen Mittelsmännern
  • Herstellung von Transparenz und Konsens
  • Unveränderlichkeit historischer Daten
  • Sichtbarkeit in Echtzeit für alle Akteure
  • Prozess- und organisationsübergreifendes Tracking
  • Erschweren von Betrug und Manipulation